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Foto: Uwe Lennartz

»Amandla! Awethu! – Alle Macht dem Volk« Das war das diesjährige Motto der 22. Rosa Luxemburg Konferenz in Berlin mit dem Schwerpunkt AFRIKA

03 Feb 18
ulrich.coppel
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»Amandla! Awethu! – Alle Macht dem Volk« Das war das diesjährige Motto der 22. Rosa Luxemburg Konferenz in Berlin mit dem Schwerpunkt AFRIKA

Afrika war Schwerpunkt der Rosa-Luxemburg-Konferenz (RLK) 2018 in Berlin – eine Premiere. Und die ist gelungen – äußerten am Sonnabend viele der insgesamt mehr als 2.700 Gäste im Veranstaltungsort, dem Berliner Mercure-Hotel MOA. Die Moderatoren der Konferenz, die Sängerin Gina Pietsch und der Kabarettist Dr. Seltsam, erläuterten eingangs deren Motto: »Amandla! Awethu! – Alle Macht dem Volk«, einst Schlachtruf des ANC gegen das Apartheidregime, nun eine brennende Frage für Afrika und die Welt. Genau diese Frage stellt sich auch Eritrea, weshalb wir als DEG mit einem Stand an der Konferenz teilgenommen haben. Das politische Prinzip in Eritrea heißt „Self Reliance“. Das bedeutet Besinnung auf die eigenen Kräfte. Das Land möchte nicht von anderen Ländern oder einzelnen Konzernen abhängig werden. Das ist in der aktuellen politischen und wirtschaftlichen Situation etwas Besonderes, denn das Land hat erst 25 Jahre Frieden und durch Sanktionen und das Nicht- Anerkennen der Grenze zu Äthiopien (UN) ist der Aufbau des Landes erschwert. Die Ernährungssicherung für die Bevölkerung hat oberste Priorität. Wie sonst in keinem afrikanischen Land bleiben die Erträge zu 40-50 % im Land. (Quellenangabe Bisha) Die Menschen wollen einen eigenen Weg gehen, mit allen harten Folgen. So wird auch die klassische Entwicklungshilfe in Frage gestellt.

Der Stand war am Samstag den ganzen Tag durch Mitglieder der DEG besetzt. In der Auslage befanden sich neben Broschüren über Eritrea, Beitrittserklärungen, viele weitere Infomaterialien. Zur Ansicht haben wir viel Bildmaterial, folkloristische Materialen und Fahnen ausgelegt. Wir haben viele tolle Gespräche geführt. Vielen Besuchern war das Land Eritrea gar nicht bekannt und dann die Geschichte des Landes auch nicht. Viele haben sich aus dem umfangreichen Material großzügig bedient und sich interessiert mit uns unterhalten. Unser Ziel ist es dazu beizutragen, dass die Menschen sich ein eigenes Bild von Eritrea machen und versuchen wollen, dass Land zu in seinem selbst gewählten Prinzip zu unterstützen.

Besonders Letzteres ist dringend geboten angesichts einer Diskussion in der deutschen und internationalen Öffentlichkeit, die dem Land nicht gerecht wird und oftmals von immer wieder aufs Neue wiederholten  zweifelhaften Informationen dominiert wird, die von Menschen stammen, die Eritrea nie gesehen haben.

(Martina Lennartz, Vorstandsmitglied der DEG)

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